E-Roller

Seit ca. 2014 gibt es auf dem deutschen Markt Elektroroller (auch E-Roller genannt) zu kaufen. Um einen solchen Roller, der bis zu 45 km/h schnell fährt, sein Eigen nennen zu dürfen, benötigt man einen Führerschein der Klasse AM. Alternativ ist die Fahrerlaubnis für solche Gefährte auch mit in der Klasse B (normaler Autoführerschein) enthalten. Einen Führerschein der Klasse AM kann man bereits ab 16 (in manchen Bundesländern sogar 15) besitzen, alternativ reicht auch der Führerschein Klasse B ab 17 Jahren – mit begleitetem Fahren (BF17). Manche E-Roller lassen sich auch auf 25 km/h drosseln und gelten dann als Klasse “Mofa”. Diese lassen sich ab 15 Jahren mit einer Prüfbescheinigung oder ebenfalls mit dem regulären Autoführerschein fahren.

Es gibt abgesehen von den genannten Standard Elektrorollern auch Modelle, die über 60 km/h und somit auch auf der Autobahn fahren dürfen. Diese Modellen benötigen dann dementsprechend einen Motorradführerschein nach A1 oder A2.

Faktencheck E-Roller:

  • 25/45 km/h Höchstgeschwindigkeit (+10% Toleranz) je nach Klasse
  • Vorher überprüfen welche Fahrerlaubnis erforderlich ist
  • Eine Liste aller Elektroroller, sortiert nach Höchstgeschwindigkeit, gibt es hier: zur Liste

Beim Fahren mit einem Elektroroller besteht, wie bei einem normalen Moped/Mofa/Motoroller, jederzeit eine Helmpflicht. Fahren darf man auf der normalen Straße. Fahrradwege und Gehwege sind verboten. Wer meint dies trotzdem zu machen, verstößt gegen die StVO und kann mit einem Bußgeld von circa 80 € rechnen. 

Elektroroller sind immer gefragter und daher kommen auch immer mehr Modelle auf den Markt. Es gibt Roller mit Vespa Optik, allerdings auch moderne Zukunftsflitzer. Auch beim Thema Reichweite gibt es große Unterschiede: Während manche Roller schon nach 40 km keinen Akku mehr haben, überzeugen andere Modelle mit Reichweiten von bis zu 80 oder sogar 100 Kilometern. Dazu kommt die Ladegeschwindigkeit und ob man den Akku herausnehmen kann oder nicht. Dies kann praktisch sein, wenn man den Akku drinnen laden möchte oder ihn vor extremen Temperaturen z.B. im Winter schützen will. 

E-Roller Versicherung

Jeder Elektroroller (E-Roller) muss bei einer Versicherung versichert werden. Das jährlich-wechselnde Kennzeichen ist der Nachweis für eine solche Versicherung. Dies gilt nur für Roller mit einer Höchstgeschwindigkeit bis zu 25, 45, 50 oder 60 km/h, darüberhinaus müssen Fahrzeuge ähnlich wie Motorräder bei einer Zulassungsstelle zugelassen werden.

Faktencheck Versicherung:

  • Die Versicherung ist gesetzlich vorgeschrieben
  • Es kann zwischen einer Haftpflicht- sowie einer Teil-/Vollkaskoversicherung gewählt werden
  • Das Kennzeichen ist der Nachweis einer vorhandenen Versicherung, die Farbe ändert sich jedes Jahr zum 1. März (Mopedsaison)
  • Zum großen Versicherungsvergleich geht es hier

Nach dem Gesetz muss jeder E-Roller mit einer Kfz-Haftpflichtversicherung versichert sein. Durch diese werden im Falle eines Unfalls jegliche Schaden Dritter übernommen, solange diese nicht den im Vertrag festgehaltenen Betrag überschreiten. Eine solche Versicherung kann man schon recht günstig abschließen und landet dabei im Schnitt zwischen 30 und 80 Euro für ein Jahr, je nach Alter. 

Unseren großen Versicherungsvergleich findest du hier: zum großen Versicherungsvergleich.

Da E-Roller bereits ab 15/16 Jahren gefahren werden dürfen, kannst du diese bei manchen Versicherungen auch bereits ab diesem Alter problemlos versichern. Dies ist beispielsweise bei der Bayerischen möglich, bei anderen Versicherungen müssen ggf. deine Eltern den Versicherungsantrag stellen. Auch diesen Teilaspekt haben wir in unserem Versicherungsvergleich berücksichtigt.

Eine Versicherung kann Online oder vor Ort bei manchen Versicherungsnehmern abgeschlossen werden. Hierfür bedarf es nur der Fahrzeugidentifikationsnummer (FIN/VIN), dem Namen des Herstellers und der Datenbestätigung – diese bekommt man bei E-Roller mit Straßenzulassung immer neben der Anleitung mitgeliefert. 

Eine Haftpflichtversicherung deckt nur das “nötigste” ab, wie beispielsweise Unfälle. Wahlweise kann bei vielen Versicherungen auch eine Teil-/Vollkaskoversicherung zusätzlich abgeschlossen werden. Dann werden oftmals auch Sachschäden wie Vandalismus, Diebstahl, Wetterschäden, Wildunfälle o.ä. abgedeckt – dies lohnt sich in der Regel bei jedem Roller. Meistens handelt es sich bei diesen Zusatzvereinbarungen um sogenannte “Teilkasko” mit einer Selbstbeteiligung von 150 Euro.

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